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Januar 2016
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Steuern

EINKOMMENSTEUER

Gewerblicher Grundstückshandel bei Einbringung von Grundstücken in eine Personengesellschaft

Bei der Beurteilung der Frage, ob ein Steuerpflichtiger als gewerblicher Grundstückshändler anzusehen ist, sind diesem ebenfalls die Grundstücksgeschäfte zuzurechnen, die von einer Personengesellschaft, an der er beteiligt ist, getätigt wurden. Nach dem BFH-Urteil vom 28.10.2015 ist auch die Einbringung von Grundstücken in diese Personengesellschaft als Veräußerung durch den Steuerpflichtigen anzusehen. Bei der Prüfung des Umfangs des gewerblichen Grundstückshandels ist eine Gesamtwürdigung aller Umstände des Einzelfalls vorzunehmen, die dem FG als Tatsachengericht obliegt. Gewerbesteuerrechtlich führt die Veräußerung von Grundstücken eines gewerblichen Grundstückshändlers anlässlich der Betriebsaufgabe zu einem laufenden Gewinn und nicht zu einem Aufgabegewinn. Dies gilt auch bei einer Einbringung von Grundstücken zum Teilwert gegen Übernahme von Verbindlichkeiten und Einräumung einer Darlehensforderung. Mit dieser Entscheidung bestätigt der X. Senat des BFH nur die bisherige Rechtsprechung zum gewerblichen Grundstückshandel und der Beteiligung von Personengesellschaften in allen Punkten, nämlich vor allem hinsichtlich der Zurechnung aller entfalteten Tätigkeiten und hinsichtlich der Behandlung der Erträge aus der Betriebsaufgabe eines gewerblichen Grundstückshandels als laufende Gewinne.