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Januar 2016
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Steuern

EINKOMMENSTEUER

Versorgungsausgleichszahlung an geschiedenen Ehegatten als vorweggenommene Werbungskosten

Mit Urteil vom 11.11.2015 hat der 7. Senat des FG Münster entschieden, dass Ausgleichszahlungen an den geschiedenen Ehegatten zum Versorgungsausgleich einer betrieblichen Altersversorgung als vorweggenommene Werbungskosten abzugsfähig sein können. Der Kläger hatte mit seiner geschiedenen Ehefrau im Rahmen einer Scheidungsfolgevereinbarung eine Zahlung zum Ausschluss seiner betrieblichen Altersversorgung vom Versorgungsausgleich vereinbart. Das FA lehnte die vom Kläger beantragte Berücksichtigung des gezahlten Betrages als Werbungskosten bei den Einkünften aus nichtselbstständiger Arbeit mit der Begründung, dass es sich um einen Vorgang auf der privaten Vermögensebene handele, ab. Der 7. Senat des FG Münster gab der hiergegen erhobenen Klage statt. Die Ausgleichzahlung diene der Erhaltung der eigenen Versorgungsansprüche des Klägers, da ihm ansonsten geringere Versorgungsbezüge zufließen würden. Das FG hat die Revision zum BFH zugelassen.