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Januar 2016
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Steuern

UMSATZSTEUER

Steuerbefreiung bei sog. gebrochener Beförderung oder Versendung

Das BMF-Schreiben vom 07.12.2015 hat sich mit der Steuerbefreiung für Ausfuhrlieferungen und innergemeinschaftliche Lieferungen bei sog. gebrochener Beförderung oder Versendung auseinander gesetzt. Bei gebrochener Beförderung oder Versendung aus einem anderen Mitgliedsstaat ins Drittland ist die Behandlung als Reihengeschäft nicht zu beanstanden, wenn der erste Unternehmer den Liefergegenstand aus dem Mitgliedsstaat des Beginns der Beförderung oder Versendung oder zum Zweck der Verschiffung ins Drittland in das Inland befördert oder versendet, aufgrund des Rechts des Abgangsmitgliedsstaats die Behandlung als Reihengeschäft vorgenommen worden ist und der Unternehmer, dessen Lieferung bei Nichtannahme eines Reingeschäfts im Inland steuerbar wäre, dies nachweist. Sowohl bei der Steuerbefreiung für Ausfuhrlieferungen als auch innergemeinschaftlichen Lieferungen ist die gebrochene Beförderung oder Versendung des Gegenstands der Lieferung durch mehrere Beteiligte für die Annahme der Steuerbefreiung unschädlich, wenn der Abnehmer zu Beginn des Transports feststeht und der Transport ohne nennenswerte Unterbrechung erfolgt. Der liefernde Unternehmer muss weitere Nachweise erbringen.