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Januar 2017
ARCHIV

Sehr geehrte Damen und Herren,

Europa driftet immer mehr auseinander, nicht nur politisch sondern auch was die Besteuerung von Unternehmen anbelangt. Während man in Deutschland die Abgeltungssteuer abschaffen möchte, werden die Steuern für Unternehmen in Polen und anderen osteuropäischen Ländern immer weiter gesenkt. Die Haushaltslöcher werden dann mit Geld aus Brüssel gestopft. Dieses Geld kommt von Steuerzahlern aus Deutschland und anderen EU-Staaten. Wie lange will Deutschland diese Jobkiller in Ostdeutschland durch unsinniges Steuerdumping unterstützen? Bei einer Harmonisierung der Unternehmensbesteuerung in der Europäischen Union geht es aber nicht nur um die Anpassung der Steuersätze, sondern auch um die Vereinheitlichung der Bemessungsgrundlagen für die Berechnung der Steuern. Im Rahmen einer Reform müsste auch die unterschiedliche Besteuerung von Personen- und Kapitalgesellschaften in Deutschland auf den Prüfstand kommen.

Auch droht in der G20-Gruppe der führenden Industrie- und Schwellenländer ein Wettlauf um niedrige Steuern. So will Großbritannien den Steuersatz auf 10% senken. All das ist dem deutschen Steuerzahler nicht mehr vermittelbar.

Will die Europäische Union noch eine Zukunft haben, muss eine Vereinheitlichung der Besteuerungsgrundlagen und der Steuersätze in der Gemeinschaft herbeigeführt werden.

Ihr

Thomas Förster

Thomas Förster