Oktober 2017
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Steuern

KÖRPERSCHAFTSTEUER

Anerkennung einer körperschaftsteuerrechtlichen Organschaft

Der BFH hatte zu entscheiden, ob der Eintritt der Gesamtrechtsnachfolge in einen Ergebnisabführungsvertrag innerhalb von fünf Jahren nach dessen Beginn für die Anerkennung der körperschaftsteuerlichen Organschaft auch dann genügt, wenn die finanzielle Eingliederung in den Vorjahren fehlte und damit die körperschaftsteuerliche Organschaft trotz ununterbrochener Durchführung des Ergebnisabführungsvertrages in den Vorjahren nicht anzuerkennen war oder ob der Abschluss eines neuen Ergebnisabfüh-rungsvertrags zum Zeitpunkt des Wiedervorliegens der finanziellen Ein-gliederung erforderlich gewesen wäre. Der BFH hat in seinem Urteil vom 10.05.2017 entschieden, dass, wenn das Vermögen eines Organträgers innerhalb der ersten fünf Jahre eines Ergebnisabführungsvertrages auf ein anderes Rechtssubjekt übergeht, dies bei ununterbrochener Durchführung des Vertrages und der steuerrechtlichen Anerkennung der körperschaft-steuerrechtlichen Organschaft ab diesem Zeitpunkt auch dann nicht entgegensteht, wenn die Organschaft in den Vorjahren wegen fehlender finanzieller Eingliederung nicht anzuerkennen war.