Oktober 2017
ARCHIV

Steuern

LOHNSTEUER

Vergeblicher Aufwand eines Arbeitnehmers im Hinblick auf eine angestrebte Vorstandsposition

Nach dem BFH-Urteil vom 17.05.2017 ist Erwerbsaufwand den Einkünften zuzurechnen, zu denen der engere und wirtschaftlich vorrangige Veranlas-sungszusammenhang besteht. Aufwendungen eines Arbeitnehmers zum Erwerb einer Beteiligung an seinem ggf. künftigen Arbeitgeber sind regel-mäßig auch dann nicht als Werbungskosten bei den Einkünften aus nicht selbstständigen Arbeiten abzugsfähig, wenn die Zahlung Voraussetzung für den Abschluss des Anstellungsvertrages ist. Derartige Aufwendungen sind abzugrenzen von solchen im Zusammenhang mit einer Bürgschaftsüber-nahme oder einer Darlehensgewährung eines Arbeitnehmers zugunsten seines Arbeitgebers.