10

Oktober 2019
ARCHIV

Sehr geehrte Damen und Herren,

seitens der Finanzverwaltung ist jeder Unternehmer potentiell auch Steuerhinterzieher und steht unter dem Generalverdacht, vor allem seine Kasse nicht ordnungsgemäß zu führen. Aus diesem Grund müssen die Steuerpflichtigen seit 2018 Kassen-Nachschauen hinnehmen, Verfahrensdokumentationen erstellen und sich gegen ungerechtfertigt hohe Hinzuschätzungen wehren. Alle Daten eines elektronischen Aufzeichnungssystems im Sinne des § 146a AO – also elektronische oder computergestützte Kassensysteme oder Registrierkassen – müssen manipulationssicher auf einem dauerhaften, verlässlichen Speichermedium gesichert werden, Transaktionen vollständig verkettet und Lücken in den Aufzeichnungen erkennbar sein. Wem das noch nicht kompliziert genug ist, darf sich freuen, denn mit dem 31.12.2019 enden einigen Übergangsregeln. Fortan dürfen nur noch Registrierkassen verwendet werden, die eine sog. zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung (TSE) verbaut haben, von denen es aber am Markt noch keine zu kaufen gibt. Des Weiteren erwarten Sie im neuen Jahr weitere Verschärfungen: eine Belegausgabepflicht, Meldepflicht für Registrierkassen, Verschärfung bei der offenen Ladenkasse und der Kassen-Nachschau sowie neue Bußgelder. Kommen Sie auf uns zu, wenn Sie zu diesem Thema Fragen haben.

Ihr
Thomas Förster

Thomas Förster