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November 2016
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Steuern

EINKOMMENSTEUER

Einmalentschädigung wegen Überspannung stellt Vermietungseinkünfte dar

Die anlässlich der Überspannung eines Grundstücks gezahlte Einmalentschädigung ist nach dem Urteil des FG Düsseldorf vom 20.09.2016 als Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung steuerbar. Der Kläger ist Eigentümer eines bebauten und selbstbewohnten Grundstücks. Anlässlich der Planung einer Hochspannungsleitung, welche genau über das Grundstück des Klägers führen sollte, wurde dem Kläger eine einmalig zu zahlende Gesamtentschädigung gewährt. In der Einkommensteuererklärung ließ der Kläger den Vorgang unberücksichtigt. Nachdem das FA durch eine Kontrollmitteilung von dem Vorgang erfuhr, setzte es die Einkommensteuer entsprechend fest. Dabei wurden Einkünfte aus sonstigen Leistungen in Höhe der Gesamtentschädigung berücksichtigt. Das FA stellte klar, dass die Tatsache, dass das Entgelt als Einmalbetrag gezahlt wurde, der Annahme von Vermietungseinkünfte nicht entgegensteht.