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November 2017
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Steuern

KÖRPERSCHAFTSTEUER

Verdeckte Gewinnausschüttung bei Verzicht auf Darlehensforderung gegenüber ehemaligem Gesellschafter

Nach dem Urteil des FG München 13.03.2017 kann auch ein früherer Gesellschafter aufgrund seiner damaligen Rechtsstellung als Gesellschafter noch Empfänger einer verdeckten Gewinnausschüttung sein. Die Klägerin war eine GmbH, die mit ihren Gesellschaftern mehrere Darlehensverträge schloss. Der Gesellschafter veräußerte seine Anteile an der GmbH zwei Jahre bevor die Klägerin gegenüber dem ehemaligen Gesellschafter auf die Darlehensforderungen sowie die Zinszahlungen verzichtete. Das FA be-handelte den Verzicht als verdeckte Gewinnausschüttung. Die Klägerin führte an, dass der ehemalige Gesellschafter zum Zeitpunkt des Verzichts keine Gesellschafterstellung mehr innehatte und somit keine verdeckte Gewinnausschüttung vorliegen würde. Der FG stellt klar, dass für die Frage der Annahme einer verdeckten Gewinnausschüttung grds. auf die Verhält-nisse im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses abzustellen ist.