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November 2017
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Steuern

LOHNSTEUER

Zuschüsse des Arbeitgebers zu den Aufwendungen für Internetnutzung und Fahrtkosten des Arbeitnehmers

Zuschüsse des Arbeitgebers zu den Aufwendungen für Internetnutzung und Fahrtkosten des Arbeitnehmers werden nach dem Urteil des FG Münster vom 28.06.2017 auch dann zusätzlich zum Arbeitslohn gewährt und können nach § 40 Abs. 2 EStG versteuert werden, wenn den Zu-schusszahlungen Lohnherabsetzungen vorausgehen. Die Klägerin ge-währte ihren nichttarifbeschäftigten Arbeitnehmern Zuschüsse für die Internetnutzung und zu Fahrtkosten. Sie unterwarf diese Zuschüsse den Pauschalsteuersätzen nach § 40 Abs. 2 EStG. Das FA ging davon aus, dass die Zuschüsse zu den Fahrtkosten sowie der Internetnutzung nicht steuerbegünstigt seien, da sie nicht zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn erbracht wurden. Es handele sich insoweit um eine Umwand-lung des zuvor vereinbarten Entgelts. Laut der Klägerin liegt keine Gehalts-umwandlung vor, denn die Arbeitnehmer hätten zuvor durch einen unbe-dingten Entgeltsverzicht den Bruttolohn reduziert. Das FG stellt klar, dass Zuschusszahlungen, denen Lohnherabsetzungen vorausgehen, nicht nach Gesamtplangrundsätzen als einheitliches Vorgehen zu beurteilen sind.