8

August 2017
ARCHIV

Steuern

UMSATZSTEUER

Grundstücksübertragung als Geschäftsveräußerung

Die für eine Geschäftsveräußerung oder für eine Teilgeschäftsveräußerung in Bezug auf ein Vermietungsunternehmen erforderliche Nachhaltigkeit der Vermietung liegt nach dem BFH-Urteil vom 25.11.2015 bei einer Vermietung über insgesamt 17 Monate vor. Die für die Geschäftsveräußerung notwendige Fortführung der Unternehmenstätigkeit muss bei einer mehrfachen Übertragung nur dem Grunde nach, nicht aber auch höchstpersönlich beim jeweiligen Erwerber vorliegen. Vermietete und bebaute Grundstücke sind nach gefestigter Rechtsprechung in der Regel in der Gliederung eines Unternehmens gesondert geführte Betriebe i.S. des § 1 Abs. 1a UStG. Im Bauträgergeschäft sind Grundstücksveräußerungen aber nur dann Geschäftsveräußerungen, wenn der veräußernde Bauträger der Immobilie bereits nachhaltig vermietet und verpachtete. Der Verkauf unmittelbar danach ist keine Geschäftsveräußerung. Der BFH hatte im Streitfall entschieden, dass 17 Monate ausreichen, selbst wenn sich der Bauträger bereits einige Monate nach der Vermietung um einen Verkauf des Objektes bemüht und in anderen Fällen Objekte vor oder unmittelbar nach der Vermietung veräußert.