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Februar 2018
ARCHIV

Sehr geehrte Damen und Herren,

man mag über den amerikanischen Präsidenten Trump sagen was man will, aber seine radikale Steuerreform hat es in sich. Während Trump sein Versprechen wahrgemacht hat, insbesondere die amerikanische Wirtschaft steuerlich zu entlasten, ist bei unseren GroKo Verhandlungen noch nicht einmal ein Reförmchen herausgekommen. Deutschland hätte auch den Mut zu einer ähnlich radikalen Steuerreform haben müssen. Niedrige Arbeitslosigkeit, sprudelnde Gewinne und Steuereinnahmen, kaum Inflation und stetes Wachstum. Selten gab es bessere Voraussetzungen für eine radikale Steuerreform.

Alle Steuerreformen werden von links abgelehnt, weil sie normalerweise diejenigen begünstigen, die am meisten Steuern zahlen. Aber genau so muss es doch sein. Die GroKo hat jedoch beim Thema Umverteilung ausschließlich soziale Wohltaten auf der Agenda. Und die FDP möchte ja lieber in der Opposition arbeiten. An das Thema Steuern trauen sich selbst die Liberalen nicht mehr ran.

Die Verteilungsdiskussionen in Deutschland sind ein Graus. Verteilungsdiskussionen sind populistisch. Das sollte auch einmal klargestellt werden. Sie schüren Neid, bremsen Erfolg und Selbstständigkeit und fördern das deutsche Jammerwesen. Aus dieser Falle müssen wir aber raus, wenn wir auch einmal schlechtere Zeiten durchstehen wollen. Wahrscheinlich braucht unser Land erst wieder eine tiefgreifende finanzielle Krise, bis wir in dieser Hinsicht lernfähig werden und eine neue Generation jüngerer Politiker wieder Aufbruchsstimmung erzeugt.

Ihr Thomas Förster

Thomas Förster