2

Februar 2018
ARCHIV

Steuern

EINKOMMENSTEUER

Nachträgliche Anschaffungskosten durch Einlagen

Um die Einkünfte nach § 17 EStG reduzierende nachträgliche Anschaffungskosten zu generieren, werden in der Praxis zum Teil Einlagen in Kapitalgesellschaften getätigt, um mit den Mitteln Kredite an Gesellschafter oder von Gesellschaftern verbürgte Bankkredite zurückzuzahlen, soweit der Ausfall der ursprünglichen Kredite bzw. Forderungen nicht als nachträgliche Anschaffungskosten anzuerkennen gewesen wären. Die Finanzverwaltung sieht darin zum Teil Gestaltungsmissbrauch i.S. von § 42 AO. Die OFD Frankfurt hat dazu mit Verfügung vom 6.12.2017 auf einschlägige FG-Urteile und weitere anhängige Revisionsverfahren hingewiesen und für gleichgelagerte Fälle angeregt, die Verfahren ruhen zu lassen.