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Februar 2018
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Steuern

UMSATZSTEUER

Rechnung mit falschem Leistungsempfänger nicht berichtigungsfähig

Nach inzwischen gefestigter Rechtsprechung können Rechnungen zum Erhalt der Vorsteuer rückwirkend berichtigt werden, während die Finanzverwaltung ihre abweichende Auffassung bisher nicht aufgegeben hat. Ferner stellt sich die Frage, welche Anforderungen an eine vorhandene berichtigungsfähige Rechnung zu stellen sind. Das FG Rheinland-Pfalz vertritt in seinem Urteil vom 12.10.2017 die Meinung, eine Rechnung sei nicht berichtigungsfähig, wenn in ihr ein falscher Leistungsempfänger genannt ist. Die Revision beim BFH ist zugelassen. Die Entscheidung ist problematisch, weil im Streitfall offenbar nicht zweifelhaft war, dass Leistungsbezieher die Klägerin war. Als Leistungsempfänger war ihre frühere Organ-Tochtergesellschaft genannt, jedoch bestand das umsatzsteuerliche Organschaftsverhältnis im Zeitpunkt der Rechnungstellung nicht mehr.