3

März 2017
ARCHIV

Steuern

EINKOMMENSTEUER

Negative Vermietungseinkünfte des Erblassers aus Drittstaaten

Nach dem Urteil des FG Düsseldorf vom 20.12.2016 kann der Gesamtrechtsnachfolger eines Erblassers die gesondert festgestellten verbleibenden negativen Einkünfte aus der Vermietung von unbeweglichem Vermögen in Drittstaaten bei seiner eigenen Veranlagung zur Einkommensteuer geltend machen. Der Vater des Klägers erzielte bis zu seinem Tod Einkünfte aus der Vermietung eines Hauses in der Schweiz. In der Vergangenheit tätigte er hohe Renovierungsaufwendungen, die er durch Darlehen fremdfinanzierte. Bis zum Tod des Vaters verblieben gesondert festgestellte negative Einkünfte. Der Kläger trat als Gesamtrechtsnachfolger in die noch nicht zurückgeführten Darlehen ein und erzielte in den Folgejahren eigene, positive Einkünfte aus der Vermietung des Hauses in der Schweiz, die das beklagte FA der Besteuerung zugrunde legte. Einen Ausgleich der verbliebenen negativen Einkünfte des Vaters mit den positiven Einkünften des Klägers führte das FA nicht durch. Daraufhin beantragte der Kläger den Erlass von Bescheiden über die Feststellung verbleibender negativer Einkünfte aus Vermietung aus der Schweiz. Das beklagte FA lehnte diese ab.