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Mai 2016
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Steuern

LOHNSTEUER

Arbeitgeberleistungen zur Verbesserung des allgemeinen Gesundheitszustands

§ 3 Nr. 34 EStG verlangt für die Steuerbefreiung von Arbeitgeberleistungen zur Verbesserung des allgemeinen Gesundheitszustands und der betrieblichen Gesundheitsförderung, dass die Leistungen „hinsichtlich der Qualität, Zweckbindung und Zielgerichtetheit den Anforderungen der §§ 20 und 20a des 5. Buchs SGB genügen“. Die Anforderungen dürfen nicht überspannt werden, insbesondere ist für die Vergangenheit keine formelle Zertifizierung der beanspruchten Leistungen (Kurse) erforderlich. Die hinreichende Qualität ist zu unterstellen, wenn Maßnahmen durch Physiotherapeuten, Heilpraktiker und qualifizierte Fitnesstrainer erbracht werden. Das hat das FG Bremen mit Urteil vom 11.02.2016 rechtskräftig entschieden und im Streitfall die Steuerbefreiung für Bauch-, Rücken-Kurse, Wirbelsäulengymnastik, strukturelle Körpertherapie, Heilpraktiker-Physiotherapie, Personal-Training zur Erhaltungsanpassung und Verbesserung und auch Massagen anerkannt.