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Juni 2016
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Steuern

EINKOMMENSTEUER

Mehrere Arbeitszimmer zweier Ehegatten bei mehreren Einkunftsarten

Das FG Münster hat mit Urteil vom 15.03.2016 zum Abzug von Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer, das von beiden Ehegatten für ihre jeweilige betriebliche/berufliche Tätigkeit genutzt wird, entschieden und eine Halbierung des Höchstbetrags des § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b Satz 1 EStG vorgenommen. Die Kläger, ein Ehepaar, erzielten Einkünfte aus Gewerbebetrieb sowie aus nichtselbstständiger Arbeit. Sie nutzten im Haus A einen 67qm großen und als Büro ausgestatteten Raum gemeinsam als Arbeitszimmer. Daneben nutzte der Kläger im Haus B einen 11qm großen Raum im Erdgeschoss für seine nichtselbstständige Tätigkeit. Einen 35qm großen Raum im Dachgeschoss nutzten beide Kläger im Rahmen ihrer gewerblichen Tätigkeit. Bei ihren Einkünften aus Gewerbebetrieb machten die Kläger die Kosten für die Arbeitszimmer jeweils in voller Höhe geltend, bei den Einkünften aus nichtselbstständiger Arbeit machte der Ehemann Kosten in Höhe von EUR 1.250,00 geltend. Das FA erkannte die Kosten nur teilweise an, die hiergegen gerichtete Klage hatte keinen Erfolg.