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Juni 2016
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Steuern

GRUNDERWERBSTEUER

Zum Ansatz des Meistgebots als Bemessungsgrundlage

Nach dem BFH-Urteil vom 02.03.2016 ist beim Erwerb einer Eigentumswohnung im Wege der Zwangsversteigerung das Meistgebot als Bemessungsgrundlage der Grunderwerbsteuer nicht um die anteilige Instandhaltungsrücklage zu mindern. Die Klägerin erwarb als Meistbietende bei Zwangsversteigerungen mehrere Eigentumswohnungen. Im Einspruchsverfahren begehrte sie die Minderung der jeweiligen Bemessungsgrundlagen um die anteilige auf die jeweiligen Eigentumswohnungen entfallenden angesparten Instandhaltungsrückstellungen. Das FG wies die Klage mit der Begründung ab, die jeweils zum Verwaltungsvermögen der Wohnungseigentümergemeinschaft gehörenden Instandhaltungsrückstellungen seien nicht Gegenstand der Erwerbe gewesen.