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Juni 2016
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Steuern

LOHNSTEUER

Fahrzeugüberlassung gegen Gehaltsverzicht des Arbeitnehmers

Stellt der Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer einen geleasten Pkw auch zur privaten Nutzung zur Verfügung, kann der Arbeitnehmer die Leasingraten, die der Arbeitgeber von seinem Gehalt einbehält, nach dem Urteil des FG Berlin-Brandenburg vom 11.02.206 nicht als Werbungskosten bei seinen Einkünften aus nichtselbstständiger Arbeit geltend machen. Der Arbeitgeber des Klägers hatte einen Pkw für die Dauer von drei Jahren geleast und für diesen zugleich einen Wartungsvertrag abgeschlossen. Mit dem Kläger vereinbarte er, dass die Leasingkosten im Wege der sog. Barlohnumwandlung von dessen Gehalt abgezogen werden sollen. Im Gegenzug erhielt der Kläger das Recht, das Fahrzeug für Dienst- und Privatfahrten zu nutzen. Für Dienstreisen erstattete der Arbeitgeber dem Kläger zudem Reisekosten, die er anhand der zurückgelegten Strecke ermittelte und in vollem Umfang der Lohnsteuer unterwarf. Außerdem wandte der Arbeitgeber die 1 %-Regelung an und unterwarf monatlich einen entsprechenden Anteil des Netto-Listenpreises der Lohnsteuer. Der Kläger machte u.a. den prozentualen Anteil der monatlichen Leasingraten, die auf die Dienstreisen entfielen als Werbungskosten bei seinen Einkünften aus nichtselbstständiger Arbeit geltend. Bei der Fahrtkostenerstattung des Arbeitgebers habe es sich nicht um einen echten Aufwendungsersatz gehandelt, da dieser die Zahlung der Lohnsteuer unterworfen habe. Das FG folgte dem nicht.