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Juli 2017
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Recht

ARBEITSRECHT

Rufbereitschaft keine mindestlohnpflichtige Arbeitszeit

Anders als Bereitschaftszeiten, die als vergütungspflichtige Arbeit für jede erbrachte Zeitstunde mit dem gesetzlichen Mindestlohn zu vergüten sind und für die kennzeichnend ist, dass sich hier der Arbeitnehmer an einen vom Arbeitgeber bestimmten Ort aufzuhalten hat, um bei Bedarf sofort die Arbeit aufnehmen zu können, ist er im Fall der bloßen Rufbereitschaft zwar ebenso verpflichtet, auf Abruf die Arbeit aufzunehmen; er kann sich hierfür aber an einem Ort seiner Wahl aufhalten, den er dem Arbeitgeber anzuzeigen hat, so das Urteil des LAG Hessen vom 21.11.2016.