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Juli 2017
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Steuern

EINKOMMENSTEUER

An einen betrügerischen Makler geleistete Zahlungen als vorweggenommene Werbungskosten aus Vermietung und Verpachtung

Nach dem BFH Urteil vom 09.05.2017 schließt das Fehlen einer rechtlichen Grundlage für die Hingabe verlorener Aufwendungen, die zu Anschaffungskosten eines Vermietungsobjekts hätten führen sollen, den wirtschaftlichen Zusammenhang der Aufwendungen mit einer beabsichtigten Vermietung nicht aus. Der BFH ist der Auffassung des FG zur Recht nicht gefolgt. Dieses hatte die Aufwendungen aus einem Betrugsschaden nicht als vorweggenommene Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung anerkannt, weil die Zahlungen an den betrügerischen Makler vor Abschluss eines Vertrags mit dem Verkäufer erbracht wurden.