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Juli 2017
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Steuern

UMSATZSTEUER

Berichtigung des Vorsteuerabzugs bei Insolvenzverfahren

Wird eine vom Insolvenzverwalter vor Eröffnung des Insolvenzverfahrens geleistete Entgeltzahlung für eine bezogene Leistung erfolgreich nach den §§ 129 ff. InsO vom Insolvenzverwalter angefochten und das Entgelt zurückgezahlt, ist der Vorsteuerabzug gemäß § 17 Abs. 2 Nr. 1 Satz 2 UStG zu berichtigen. Nach dem BMF Schreiben vom 03.07.2017 ist die Berichtigung des Vorsteuerabzugs im Zeitpunkt der tatsächlichen Entgeltrückgewähr an den Insolvenzverwalter vorzunehmen und nicht bereits bei Entstehung des zivilrechtlichen Anspruchs auf Rückgewähr. Denn erst mit der Rückzahlung des Entgelts wird dieses nachträglich uneinbringlich, so dass der den Umsatzsteueranspruch begründende Tatbestand erst zu diesem Zeitpunkt eintreten kann.