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August 2016
ARCHIV

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Finanzverwaltung ist stets hinterher, neue Steuerquellen zu erschließen. In der Vergangenheit war der Fiskus überwiegend mit dem Ankauf und der Auswertung sogenannter Steuer-CDs befasst. Wegen der dadurch veranlassten verstärkten Abgabe von Selbstanzeigen war die Verwaltung hoffnungslos überlastet. Nunmehr ist festzustellen, dass die Betriebsprüfungs- und Steuerfahndungsstellen ihren Fokus auf die Gastronomiebranche gelegt haben. Dort vermutet der Fiskus, dass es kaum manipulationssichere Kassen gibt. Eine erste Verschärfung stellen die „Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form (GoBD)“ dar. Wie Sie im anschließenden Beitrag lesen können, sollen verschärfte Anforderungen in der Abgabenordnung dafür sorgen, dass in der Branche und im gesamten Einzelhandel, nicht manipulierbare Kassen eingesetzt werden. Nur so lassen sich teure Hinzuschätzungen im Rahmen von Betriebsprüfungen und Umsatzsteuer-Sonderprüfungen vermeiden. In Betrieben, die die neuen Anforderungen nicht ernst nehmen, wird es dann verstärkt auch zu Durchsuchungen der Steuerfahndung mit anschließendem Steuerstrafverfahren kommen. Daher sollten Sie rechtzeitig Vorkehrungen treffen, damit Manipulationsverdacht erst gar nicht entsteht.

Beste Grüße


Thomas Förster

Thomas Förster