September 2016
ARCHIV

Sehr geehrte Damen und Herren,

nach einer Studie im Auftrag des Bundesfinanzministeriums werden in Deutschland jährlich angeblich mehr als 100 Milliarden Euro an illegalen Geldern „gewaschen“. Das Geld stamme in erster Linie aus dem Drogen- und Menschenhandel und fließen anschließend in Form von Bargeld in die legale Wirtschaft, wie z.B. in Haus- und Wohnungseigentum, Kunst- und Antiquitätengeschäfte oder Restaurants und andere Gewerbebetriebe. Dem will das Bundesfinanzministerium nun mit dem Ausbau der sog. „Financial Intelligence Unit“ begegnen. Bisher war diese Spezialeinheit beim Bundeskriminalamt angesiedelt, soll nun aber zum Zoll wechseln. Darüber hinaus wird die Zahl der Beschäftigten wohl verdoppelt und zwar von 25 auf sage und schreibe 50 Mitarbeiter. Auch das Aufgabengebiet wird erweitert, indem die Spezialeinheit stärker präventiv agieren soll. Vor allem aber soll die internationale Zusammenarbeit verbessert werden. Die Ausweitung des Kampfes gegen illegale Gelder ist sicher begrüßenswert, in ihrem Ausmaß aber immer noch nicht beeindruckend. Was aber der Kampf gegen Kriminalität sicherlich nicht ausschließen würde, wären Pläne zur Entlastung des braven Steuerzahlers aus dem Hause Schäuble.

Beste Grüße


Thomas Förster

Thomas Förster