Sonderausgabe

Was gilt ab dem 01.01.2017?

Es gilt der Grundsatz der Einzelaufzeichnungspflicht, das heißt sämtliche Einzeldaten sind aufzuzeichnen. Zu den abzuspeichernden Daten gehören neben den Journaldaten auch Auswertungs-, Programmier- und Stammdatenänderungsdaten jeglicher Art. Darunter fallen beispielsweise die Programmierungsänderungen an der Kasse oder die vollständige Historie sämtlicher im System hinterlegter Warengruppen, Artikel und Preise.

Allgemein erfassungspflichtig sind ab dann alle unbaren Geschäfte, wie beispielsweise die Zahlung per Kreditkarte oder EC-Karte. Die Verwendung einer "offenen Ladenkasse" ist jedoch weiterhin möglich (z.B. Vereinsfest, Wochenmarkt, etc.).

Eine weitere Forderung der Finanzverwaltung betrifft das Dateiformat. Es muss ein Format gewählt werden, das von der Prüfsoftware der Finanzverwaltung gelesen werden kann; sogenannte Schnittstellenerfordernis.

Besonders große Bedeutung hat für die Finanzverwaltung die Manipulationssicherheit und Nachverfolgbarkeit der Daten. Es muss gewährleistet sein, dass bei einem Storno der stornierte Geschäftsvorfall sichtbar bleibt und nicht endgültig gelöscht werden kann.

Die Neuregelungen gelten selbstredend auch für Einnahmen-Überschuss-Rechner, sofern diese ein elektronisches Kassensystem einsetzen.

Wie bereits in unserem Schreiben vom 21.01.2015 angekündigt, müssen zur Vermeidung nachteiliger steuerlicher Folgen sämtliche Kassensysteme, welche diese Anforderungen nicht erfüllen spätestens zum 01.01.2017 umgestellt werden. Hierbei empfehlen wir ein Kassensystem mit eingebauter INSIKA-Lösung, da solche Systeme zumindest bis zum 31.12.2022 weiter eingesetzt werden können.